OK Go – Die hohe Kunst der Musikvideos.

27.06.2016

Zugegeben, das letzte Musik-Video der amerikanischen Indie-Rock-Band "OK Go" ist mittlerweile schon wieder ein paar Monate alt, aber die Clips der vierköpfigen Formation aus Chicago kann man sich immer wieder anschauen.

Bekannt geworden sind die Musiker vor allem durch ihr Video zum Song "Here it goes again" aus dem Jahr 2006. Die Tanzchoreografie auf acht Fitness-Laufbändern wurde in einem einzigen Take aufgenommen und binnen kürzester Zeit zum viralen Dauerbrenner.

Seitdem sorgt die experimentierfreudige Band regelmäßig mit kreativen Videoclips für Aufsehen. Wie schon bei "Here it goes again" ist ein wiederkehrendes Stilmittel die Filmaufnahme als One Shot. Angesichts der komplexen Abläufe äußerst beeindruckend. So wurde z. B. das Video zum Song "End Love" über einen Zeitraum von 18 Stunden aufgenommen - an einem Stück wohlgemerkt - und mittels Zeitraffereffekt auf knapp drei Minuten komprimiert.

Um ihre Visionen zu realisieren, werden die vier Künstler immer wieder von namhaften Marken unterstützt. Der Clip zu "Needing/Getting" beispielsweise, wurde von Chevrolet gesponsert und in Zusammenarbeit mit Google entstand ein interaktiver Clip zum Song "All is not lost" - als Test für die HTML-Funktion von Googles eigenem Browser Chrome.

Das jüngste Video "Upside Down" wurde bezeichnenderweise in einem Flugzeug während eines Parabelflugs aufgenommen. Die so entstehende "Schwerelosigkeit" führt zu unglaublich faszinierenden Effekten.

Auf der Homepage der Rockgruppe kann man die meisten ihrer Videoclips bewundern. Auch die Making-of Filme sind sehenswert. Die Songs zu den Videos haben wir übrigens auch als Spotify-Playlist zusammengestellt. Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören.