Kreativität – Warum Scheitern dazu gehört

22.11.2017

Gehört Scheitern zum Kreativprozess hinzu?

In der Werbung wird häufig der Begriff „Kreativität“ verwendet. Doch worum handelt es sich dabei genau? Wie entsteht sie? Und warum soll Scheitern im Kreativprozess gut sein? Wir von der Excite Werbeagentur Frankfurt sind diesen Fragen auf den Grund gegangen und untersuchen das Phänomen etwas genauer.

Ohne Qual kein optimales Ergebnis

Wer mit Kreativprozessen vertraut ist, kennt das: die sogenannte Illumination. Das ist der Moment, in dem ein Einzelner oder ein Team DIE zündende Idee hat. Diese entsteht aber keineswegs aus dem Nichts, sondern ist meist das Ergebnis aus harter Arbeit, Erfahrung, Motivation und Kompetenz. Und die Grundvoraussetzung dafür ist, dass man bereit ist, die Komfortzone des Bekannten zu verlassen und in Grenzbereiche vorzustoßen.

Dazu gehört auch, sich zu quälen oder sogar im Laufe des kreativen Prozesses zu verzweifeln. Denn nur dadurch entstehen Spannungen, durch deren Überwindung man zu einem Perspektivwechsel gelangt. Und letztlich vom Bekannten zum Unbekannten, was das Kreativitätspotential immens steigert.

Raus aus der Komfortzone

Manchmal ist ein Team auch zu schnell mit den ersten entwickelten Ideen zufrieden. Dann gilt es, das Team nicht zu stoppen, sondern es aus seiner Komfortzone herauszulocken. Das gelingt beispielsweise durch das Anwenden einer neuen Kreativitätstechnik, durch einen Wechsel des Raums, durch einen Wechsel in der Zusammensetzung des Teams. Oder einfach durch körperliche Aktivität, die die Starre durchbricht.

Woran erkennt man DIE zündende Idee?

Zündende Ideen haben eine unglaubliche Wirkung auf alle Beteiligten, man fühlt ein körperliches Kribbeln, Gänsehaut am ganzen Arm, ein regelrechtes Glückskino im Kopf. Wenn diese Idee dann noch der kritischen Betrachtung standhalten kann, dann kann man sicher sein, eine wirklich großartige Idee entwickelt zu haben. Denn nicht jede anfangs geglaubte gute Idee ist tatsächlich auch die Basis für eine Innovation oder einen Erfolg.

Offene Fehlerkultur gehört zum Kreativprozess

In Deutschland ist die Angst vor dem Versagen weit verbreitet, im Gegensatz zu Amerika. Allerdings ist ein offener Umgang mit Fehlern auch Voraussetzung für erfolgreiche Kreativprozesse. Denn nur Unternehmen, die bereit sind ins Unbekannte vorzustoßen, Fehler zu machen und zuzulassen, fördern auch die Kreativität ihrer Mitarbeiter.

Die richtige Dosis an Kritik

Konstruktive Kritik ist essentiell. Aber wie so oft im Leben, ist auch bei Kritik an der kreativen Arbeit die richtige Mischung entscheidend. Wichtig ist vor allem, dass Ideenentwicklung und Ideenbewertung abwechselnd stattfinden und nicht zeitgleich. Die kritische Bewertung der Ideen darf keinesfalls unterschätzt werden: es muss hinterfragt werden, was die Idee auszeichnet und was eben nicht. Das ist entscheidend für das Vorankommen.

Und letzten Endes ist die Aussage, dass zu kreativem Arbeiten „Blut, Schweiß und Tränen“ gehören, zwar etwas überspitzt, trifft aber im Kern trotzdem das, was den Kreativprozess ausmacht und vor jeder großartigen Idee steht.