Künstliche Intelligenz

04.10.2017

Künstliche Intelligenz – Kumpel oder Konkurrent?

Künstliche Intelligenz hat uns zunächst ganz harmlos begeistert, als Gegner von Spielen, insbesondere bei Dame oder Schach. Der Sieg einer Google-Software über den Weltmeister im Brettspiel „Go“ zeigt, dass sie allmählich zur ernsten Konkurrenz werden kann. Roboter und intelligente Software übernehmen in immer mehr Industriezweigen Aufgaben der Menschen. Bald auch die Weltherrschaft? Wir von Excite Werbeagentur Frankfurt haben das Thema einmal genauer unter die Lupe genommen.

Wandel im Handel

Vor allem der Einzelhandel wird derzeit durch Künstliche Intelligenz massiv revolutioniert, allein schon dank der Datenschätze, über die dieser Industriezweig verfügt. Die Metro-Gruppe verarbeitet täglich Informationen von mehr als 21 Millionen Kunden. Als Quellen dienen beispielsweise Kassenbelege oder Loyalty-Programme wie Payback. Datenbasierte Algorithmen entscheiden, wie viele Äpfel an welchen Wochentagen geordert werden müssen, welches Kleid als Sonderangebot in die Werbung kommt und welcher Kunde einen Gutschein erhält. Kognitive Technologien funktionieren auf dieser Ebene exakter und effizienter als der Mensch und bieten damit enormes Einspar-Potenzial.

Jobkiller Künstliche Intelligenz?

Anders als in den USA ist in Deutschland der Einsatz von Robotern noch kein Jobvernichter. Bisher wird Künstliche Intelligenz nur in Teilbereichen eingesetzt, wie zum Beispiel in der Medizin, wo Roboter bestimmte Operationsabschnitte durchführen. In Produktionsstraßen der Automobilindustrie oder bei gesundheitsschädlichen, unfallträchtigen Aufgaben kommt der Roboter ebenfalls oft zum Zug. Was sich auf die Löhne der Facharbeiter auswirkt.

Irrungen und Wirrungen

Kritiker befürchten eine Übernahme von ganzen Lebensbereichen, doch davon ist KI noch weit entfernt. Beim Versuch, den komplexen menschlichen Geist künstlich nachzubauen, ist die Wissenschaft bisher gescheitert. Und vielversprechende Technologien wie zum Beispiel das Autonome Fahren sind noch zu störanfällig, um auf die Straße gelassen zu werden. Eine Gruppe von Forschern führte kürzlich Fahrzeuge in die Irre, indem sie Verkehrsschilder in nur wenig sichtbarer Weise veränderten. Das Ergebnis: Die Systeme der Autos interpretierten z.B. ein Stoppschild als ein Verkehrszeichen zur Geschwindigkeitsbeschränkung. Zur Übernahme der Weltherrschaft durch die KI ist es also noch ein langer Weg.